SEARCH VEGSOURCE:

 

 

Follow Ups | Post Followup | Back to Discussion Board | VegSource
See spam or
inappropriate posts?
Please let us know.
  




From: TSS ()
Subject: BSE-Studie: Gen-Marker im Blut kranker Rinder enthalten Hinweise auf Zellstress
Date: July 13, 2005 at 6:23 am PST

Greetings list members,

seems a gene marker may be key to live BSE test,
if i translated this properly? is this something new, or
has it been around in the making for some time?
maybe one of our friends in Germany or someone that
speaks German could translate this for us...

thank you,
kind regards,

terry

BSE-Studie: Gen-Marker im Blut kranker Rinder enthalten Hinweise auf Zellstress
(vom 11.07.2005)

Klinische Studie zum Göttinger Lebendtest - Zuverlässiger Nachweis auch im Krankheits-Frühstadium

(pug) Der am Tierärztlichen Institut der Universität Göttingen entwickelte Göttinger Lebendtest (GLT) zur Identifikation von BSE-Rindern hat in einer ersten großen klinischen Studie seine Zuverlässigkeit bestätigt. Danach können im Blutserum der Tiere eindeutig genetische Veränderungen nachgewiesen werden, die eine klare Verbindung zur Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) aufweisen und offenbar im Zusammenhang mit dem Phänomen „Zellstress“ stehen. „Diese Gen-Marker sind bereits im Frühstadium der Erkrankung nachweisbar, so dass BSE-Risikorinder aus den Höfen entfernt werden können, bevor sie den Schlachthof und damit den Verbraucher erreichen“, sagt Institutsdirektor Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig, der korrespondierender Autor der Studie ist. Die Ergebnisse beruhen auf einer Untersuchung mit rund 1.000 Tieren und werden in der aktuellen Ausgabe der Fachpublikation Clinical and Diagnostic Laboratory Immunology vorgestellt.

In der Studie haben die Wissenschaftler erkrankte Rinder und Tiere aus Risikoherden sowie 800 gesunde Tiere untersucht. Die genetischen Veränderungen im Blut wurden bei allen vier an BSE erkrankten Tieren und bei 65 Prozent der 135 Tiere aus Hochrisiko-Fütterungskohorten zuverlässig nachgewiesen. In der Kontrollgruppe der gesunden Rinder zeigte lediglich gut ein halbes Prozent der Tiere diese Gen-Auffälligkeiten. „Diese signifikante Verbindung von eindeutigen Gen-Markern mit Prionenexposition erlaubt es, den Lebendtest zur frühzeitigen Erkennung von BSE-Risikorindern in Herden einzusetzen“, so Prof. Brenig. Wie der Wissenschaftler betont, geben die Untersuchungen zugleich neue Hinweise für das Verständnis der biologischen Mechanismen bei BSE. So haben die genetischen Veränderungen ihren Ursprung in so genannten SINEs. Dabei handelt es sich um nicht-codierende, kurze Sequenzelemente, die im gesamten Genom vorkommen. Sie werden regelmäßig dann gefunden, wenn Zellen einem induzierten Stress unterworfen sind, bevor sie in Richtung des programmierten Zelltods gehen. „Das Auftreten von SINEs bei BSE legt nahe, dass es auch hier zu einer Zellstress-Situation bei kranken Rindern und bei mit infektiösen Prionen ausgesetzten Tieren kommt“, betont Prof. Brenig.

Bislang kann mit den zugelassenen BSE-Tests nur eine Diagnose an Hirngewebe von geschlachteten Rindern durchgeführt werden. Alle bisherigen Testsysteme basieren auf der Untersuchung fehlerhafter Prionproteine, die nur im letzten Stadium der Erkrankung messbar sind. Prof. Brenig: „Der Göttinger Lebendtest unterscheidet sich grundlegend, da er aus einer Blutprobe von lebenden Tieren durchgeführt wird und Gen-Marker, die mit frühen und späten Erkrankungsstadien assoziiert sind, erkennt.“

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Tierärztliches Institut
Groner Landstraße 2, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-3383, Fax (0551) 39-3392
e-mail: bbrenig@gwdg.de
Internet: www.tieraerztliches-institut.uni-goettingen.de

http://www.uni-goettingen.de/show_pi.php?id=1886

Dienstag, 12. Juli 2005

Zuverlässig: Neuer BSE-Test aus Blut statt Hirngewebe

Göttingen (dpa) - Ein in Göttingen entwickelter Bluttest kann den Rinderwahn BSE bei lebenden Tieren nach Forscherangaben zuverlässig erkennen. Der Test habe seine Funktionsfähigkeit in einer ersten großen Studie bestätigt, teilte die Universität Göttingen am Montag mit. Mit der Methode sei der Rinderwahnsinn bereits im Frühstadium nachzuweisen. Sie beruhe auf spezifischen Erbgutreaktionen nach der Infektion. Betroffene Rinder könnten so von den Höfen entfernt werden, bevor sie den Schlachthof erreichen. Bisher wird in der Praxis nur das Hirngewebe geschlachteter Rinder auf BSE getestet. Nach den Ergebnissen der Studie könne der Lebendtest «zur frühzeitigen Erkennung von BSE-Risikorindern in Herden» eingesetzt werden, erklärte der Leiter des Tierärztlichen Instituts, Prof. Bertram Brenig. Die Wissenschaftler haben für die Studie rund 1000 Tiere untersucht. Davon stammten 135 Rinder aus so genannten Risikoherden, in denen schon BSE aufgetreten war. Die genetischen Veränderungen im Blut konnten bei vier bereits an BSE erkrankten Tieren und bei 65 Prozent der Tiere aus Risikoherden zuverlässig nachgewiesen werden. Dieser Prozentsatz an Infektionen entspreche den Erwartungen, erläuterte Brenig. Die meisten Tiere seien unter zwei Jahre alt gewesen. Bis zum Ausbruch des Rinderwahns können mehrere Jahre vergehen. In der Kontrollgruppe aus gesunden Rindern habe lediglich rund 0,5 Prozent die Erbgutreaktion gezeigt. Der Test weise kurze, mobile Fragmente des Erbmaterials DNA nach, die nach einer Infektion mit dem BSE-Erreger aus verschiedenen Bereichen des Erbguts freigesetzt werden, erläuterte Brenig. «Die Fragmente werden nach der Infektion herausgeschnitten. Der genaue Zeitpunkt ist aber noch unbekannt.» Die Ergebnisse stellt das Team um Brenig in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Clinical and Diagnostic Laboratory Immunology» (Bd. 12, S. 814) vor.

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit - Mehr...

http://www2.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?id=119712&D=12&M=7&Y=2005

TSS




Follow Ups:



Post a Followup

Name:
E-mail: (optional)
Subject:

Comments:

Optional Link URL:
Link Title:
Optional Image URL: